In Kapitel 1.1 der AEVO-Vorbereitung klären wir die fundamentale Frage: Welchen Wert hat die duale Ausbildung für Betriebe, Azubis und den Staat?
Die 3 Säulen des Nutzens
Laut AEVO-Experte Jens Kleinat lässt sich der Nutzen der Ausbildung in drei Kernbereiche unterteilen, die in der schriftlichen IHK-Prüfung häufig abgefragt werden:
1. Für den Azubi
- Selbstverwirklichung: Einstieg in den Wunschberuf.
- Existenzsicherung: Unabhängiges Einkommen.
- Status: Anerkannter Berufsabschluss und soziale Mobilität.
2. Für den Betrieb
- Passgenauigkeit: Vermittlung betriebsspezifischer Inhalte.
- Risikominimierung: Vermeidung von Fehlbesetzungen externer Fachkräfte.
- Image: Steigerung der Arbeitgeberattraktivität.
3. Für die Gesellschaft
- Stabilität: Senkung der Jugendarbeitslosigkeit.
- Qualität: Sicherung des Fachkräfteniveaus in Deutschland.
- Sozialsysteme: Beiträge zur Sozialversicherung.
Investition Ausbildung: Kosten vs. Ertrag
Eine Ausbildung verursacht Bruttokosten. Diese setzen sich aus Personalkosten (Vergütung, Sozialabgaben), Sachkosten (Werkzeuge, Bücher) und indirekten Kosten (Zeitaufwand des Ausbildungspersonals) zusammen.
Dem gegenüber steht der direkte und indirekte Nutzen:
- Direkt: Produktive Mitarbeit des Azubis (z.B. Reparaturen, Marketingaufgaben).
- Indirekt: Einsparung von Rekrutierungskosten (Anzeigen, Headhunter) und Einarbeitungszeit.
Lernziel-Check (HF 1.1)
- Welche indirekten Kosten entstehen durch das Ausbildungspersonal?
- Warum reduziert Ausbildung die Fluktuation im Unternehmen?
- Wie profitieren die Sozialpartner vom dualen System?
