“Im Fokus der beruflichen Bildung!” ist der Podcast, der Berufspädagogik mit Praxisarbeit verbindet.
In diesem Podcast geht es um berufliche Bildung.
Für wen ist dieser Podcast gedacht?
Für jeden, der sich auf seine Weise mit dem Thema Ausbildung & Fortbildung aus privaten oder beruflichen Gründen beschäftigt.
Wenn Sie ein:e Ausbilder:in sind, habe ich für Sie die passenden Hilfestellungen, um im Alltag zu bestehen. Weniger Stress mit der Ausbildung, klare Zeitplanung, erfolgreiche Lehrjahre.
Dozenten, Trainer und Coaches erhalten in diesem Podcast Infos zur aktuellen Ausbildungs-Lage. Wir reden über die Anforderungen und Herausforderungen im alltäglichen Umgang mit Teilnehmer:innen und Bildungsträgern.
Dazu lade ich Sie ein, Ihre Erfahrungen mit mir zu teilen.
Sie sind angestellt in einem Bildungsinstitut oder sind sogar verantwortlich für das Unternehmen? Dann kann ich Ihnen Möglichkeiten aufzeigen, wie Sie am Markt erfolgreich bleiben und erfolgreicher werden können und dadurch Ihr Unternehmen voranbringen.
Ich freue mich über Interviewpartner aus Politik und Wirtschaft, Ausbilder und Unternehmer sowie Dozenten, Trainer und Coaches, um Ihnen die aktuellen Trends, Hintergründe, Profitipps und Erfahrungen vieler Menschen zu aktuellen Geschehnissen zu präsentieren und weiterzugeben.
Ich wünsche Ihnen nun viel Spaß beim Hören meines Podcasts!
Kurze Zusammenfassungen
jeder Podcastfolge – Im Fokus der beruflichen Bildung
Folge 2: Grundlagen der Beruflichen Bildung
Viele angehende Ausbilder stehen vor der Herausforderung, die verschiedenen Bildungswege korrekt einzuordnen. Das Fundament bildet immer die Erstausbildung (Basisausbildung). Hier werden in der Regel über drei Jahre hinweg die Grundelemente eines Berufs vermittelt. Ein zentraler Aspekt dabei ist die Entwicklung der Handlungskompetenz. Sie befähigt Auszubildende dazu, Aufgaben eigenständig zu planen, durchzuführen und zu reflektieren, unterstützt durch die Vermittlung von Fach-, Sozial- und persönlicher Kompetenz.
Auf diesem Fundament setzen die Weiterbildung (horizontale Wissenserweiterung) und die Fortbildung (vertikaler Aufstieg) an. Während eine Weiterbildung oft spezialisierte Scheine umfasst, führt eine Fortbildung zu höherwertigen Positionen wie dem Fachwirt oder Meister. Seit der Reform 2020 sind diese Abschlüsse im DQR auf Stufe 6 als Bachelor Professional und auf Stufe 7 (z. B. Betriebswirt oder Berufspädagoge) als Master Professional eingestuft, was die hohe Wertigkeit der beruflichen im Vergleich zur akademischen Bildung unterstreicht.
Kernpunkte dieser Folge
Das Ziel der Ausbildung: Fach-, Sozial- und Selbstkompetenz vereint.
Bachelor & Master Professional als moderne Titel für Meister und Fachwirte.
Vertikaler Aufstieg zu Führungspositionen über die IHK-Abschlüsse.
Folge 3: Die BBiG-Novellierung – Mehr Rechte und Geld für Azubis
Die Novellierung des Berufsbildungsgesetzes hat das Ziel, die duale Ausbildung attraktiver und fairer zu gestalten. Ein Meilenstein ist die Einführung der gesetzlichen Mindestvergütung für Auszubildende. Damit wird sichergestellt, dass Azubis nicht als „billige Arbeitskräfte“ missbraucht werden. Sofern kein Tarifvertrag greift, gelten klare Mindestsätze, die über die Lehrjahre hinweg gestaffelt ansteigen.
Auch bei den Arbeitszeiten und der Berufsschule gibt es wichtige Neuerungen: Die Freistellungsregeln für über 18-Jährige wurden an die der Minderjährigen angeglichen. Ein Berufsschultag mit mehr als fünf Unterrichtseinheiten (à 45 Minuten) wird nun pauschal mit der durchschnittlichen täglichen Arbeitszeit angerechnet – der Gang in den Betrieb nach der Schule entfällt in diesen Fällen.
Besonders spannend für die persönliche Karriereplanung ist die Einführung der Bezeichnungen Bachelor Professional und Master Professional. Diese Titel machen die Wertigkeit einer IHK-Fortbildung (wie Fachwirt oder Betriebswirt) auch international vergleichbar. Zudem bietet die neue Teilzeitausbildung nun jedem – nicht mehr nur Eltern oder Pflegenden – die Chance, die Ausbildungszeit individuell zu gestalten, etwa um Job und Lehre besser zu vereinbaren.
Kernpunkte der BBiG-Reform
Feste Gehaltsuntergrenzen für Azubis seit 2020, jährlich steigend.
Einheitliche Freistellung ab 5 Unterrichtsstunden für alle Altersgruppen.
Maximale Flexibilität: Reduzierung der täglichen Zeit um bis zu 50% möglich.
Folge 10: Handlungsfeld 1 – Warum eigentlich ausbilden?
Warum investieren Betriebe so viel Zeit und Geld in den Nachwuchs? Die Antwort liegt in der langfristigen Sicherung der Personalqualität. Wer selbst ausbildet, gestaltet seine Fachkräfte von morgen passgenau nach den eigenen betrieblichen Anforderungen. Das spart nicht nur teure externe Rekrutierungskosten, sondern minimiert auch das Risiko von Fehlbesetzungen und sorgt für eine geringere Fluktuation.
Für den Auszubildenden bietet die duale Ausbildung weit mehr als nur ein Gehalt: Sie ist das Fundament für die wirtschaftliche Existenzsicherung und bietet Chancen zur Selbstverwirklichung sowie einen anerkannten sozialen Status. Auch gesellschaftlich leistet das System einen enormen Beitrag, indem es die Jugendarbeitslosigkeit senkt und das allgemeine Qualifikationsniveau in Deutschland sichert.
Die Kosten-Nutzen-Rechnung im HF 1
Ausbildung ist eine Investition. Zu den Bruttokosten gehören neben der Vergütung und den Sozialabgaben auch Kosten für Ausbildungspersonal, Lehrmaterialien und Prüfungsgebühren. Doch der Ertrag überwiegt oft schon während der Lehrzeit durch produktive Mitarbeit und entfallende Einarbeitungskosten nach der Übernahme.
Kernpunkte dieser Session
Gezielte Vermittlung betriebsspezifischer Inhalte und Sicherung von Talenten.
Frühzeitige finanzielle Unabhängigkeit und Basis für die Karriere (Meister/Fachwirt).
Zeitaufwand des Personals und Verschleiß von Ausbildungsmitteln einplanen.
Lernziel-Check: Teste dein Wissen!
- Nenne drei Gründe, warum die Ausbildung für Unternehmen wirtschaftlich sinnvoll ist.
- Welche direkten und indirekten Kosten fallen im Handlungsfeld 1 an?
- Erläutere den gesellschaftlichen Nutzen der dualen Ausbildung.
- Inwiefern profitiert der Azubi über das monatliche Gehalt hinaus?
Folge 11: Rechtliche Rahmenbedingungen & Personalentwicklung (HF 1)
Ausbildung als Instrument der Personalentwicklung
Bevor wir über Paragrafen sprechen, schauen wir auf das große Ganze: Die Ausbildung ist ein Kerninstrument der Personalentwicklung. Neben der klassischen Erstausbildung (Basisausbildung) nutzen Unternehmen Tools wie Jobrotation, Trainee-Programme oder Assessment Center, um Talente zu identifizieren und Fachkräfte gezielt zu fördern. Dabei unterscheiden wir zwischen horizontaler Fortbildung (Erweiterung des Wissens) und vertikaler Entwicklung (Aufstieg zur Führungskraft).
Die Rangordnung der Rechtsnormen
Für die AEVO-Prüfung ist das Verständnis der Rechtsquellen essenziell. Es herrscht eine klare Hierarchie:
- 1. Grundgesetz: Die Basis (z. B. Berufsfreiheit nach Art. 12).
- 2. Gesetze: BBiG, JArbSchG, MuSchG, BetrVG.
- 3. Rechtsverordnungen: Die konkreten Ausbildungsordnungen (§ 5 BBiG).
- 4. Tarifverträge / Betriebsvereinbarungen: Kollektivrechtliche Regelungen.
- 5. Ausbildungsvertrag: Die individuelle Vereinbarung.
Wichtig für die Praxis: Das Günstigkeitsprinzip. Eine rangniedrigere Regelung (z. B. im Arbeitsvertrag) darf von einer höheren Norm abweichen, sofern sie den Auszubildenden besser stellt (z. B. mehr Urlaubstage als gesetzlich vorgeschrieben).
Checkliste: Inhalt der Ausbildungsordnung (§ 5 BBiG)
Lernziel-Check für HF 1
- Was versteht man unter dem Günstigkeitsprinzip im Ausbildungsrecht?
- Welche drei Säulen der Sockelqualifikation gibt es?
- Nenne die 5 Mindestinhalte einer Ausbildungsordnung nach § 5 BBiG.
- Warum ist ein Assessment Center ein Instrument der Personalentwicklung?
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